About

DSC_3867.jpg

English
Deutsch

 

 

 

 

Die „rasch aufstrebende südafrikanische Sopranistin, Golda Schultz“ (The Times) studierte Journalismus an der Rhodes University in Grahamstown, Südafrika, in dessen Zuge sie — geprägt von einem kulturaffinen Elternhaus — ihr erstes Musik-Wahlfach absolvierte. In der Bibliothek der Universität entdeckte sie eine Aufnahme von Le nozze di Figaro und ein Video von Die Fledermaus mit Sopranistin Kiri Te Kanawa sowie ein Album der legendären Maria Callas. Von diesen Aufnahmen inspiriert begann Golda Schultz Mozart-Werke zu interpretieren — und sollte bis zum heutigen Tag nicht damit aufhören. Es folgte der Abschluss eines Opernstudiums an der University of Cape Town, was ihre Entscheidung, eine Gesangskarriere zu verfolgen, festigte. Nach zwei Jahren an der Cape Town Opera reiste Golda Schultz zum ersten mal in die USA, um erfolgreich an der prestigeträchtigen Juilliard School vorzusingen.

Anfang 2011 informierte der Leiter des Juilliard School Gesangslehrgangs Golda Schultz darüber, dass ein Vorsingen für das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper frei geworden war. Nach der zweiten Runde dieses Vorsingens wurde ihr umgehend eine 2-Jahres-Stelle angeboten. Im Anschluss an ihre Zeit im Münchner Opernstudio war Golda Schultz eine Saison lang Mitglied des Ensembles am Stadttheater Klagenfurt, wo sie viel Beachtung für die Neuproduktionen von Der Rosenkavalier (Sophie) und Giulio Cesare (Cleopatra) erhielt.

Zur ihren Debüts zählten unter anderem die von der Kritik gelobten Vorstellungen 2012 an der Bayerischen Staatsoper (Hauptrollendebüt als Contessa d’Almaviva in Le nozze di Figaro), 2014 bei den Salzburger Festspielen (Sophie, Der Rosenkavalier), 2016 beim Glyndebourne Festival (Contessa d’Almaviva, Le nozze di Figaro) und 2015 an der Staatsoper Hamburg mit der Welturaufführung von Beat Furrers La bianca notte in der weiblichen Hauptrolle Sibilla, dirigiert von Chefdirigentin Simone Young, die ihr viel Anerkennung einbrachte. Die Londoner Zeitung The Guardian behauptet, „Man kann sich kaum feineren Soprangesang vorstellen“, und The Financial Times schrieb, „Golda Schultz singt mit Kraft und Sicherheit, ihre Stimme hat eine unverwechselbar aufregende Strahlkraft; sie ist eine Newcomerin, die einfach alles hat.“ In der Saison 2017/18 machte Golda Schultz als Pamina in Die Zauberflöte ihr Debüt an der Metropolitan Opera.

In der Saison 2018/19 wird sie mit Contessa d’Almaviva in Le nozze di Figaro ihr Debüt an der Wiener Staatsoper geben; eine Rolle, die sie in dieser Saison auch am Opernhaus Zürich singen wird. Des Weiteren wird sie an der San Francisco Opera in der Rolle der Clara in der US-Westküsten Premiere von Jake Heggie’s It’s a Wonderful Life zu erleben sein und als Pamina in Die Zauberflöte und Liù in Turandot an die Bayerische Staatsoper sowie als Nannetta in Falstaff an die Metropolitan Opera zurückkehren. Außerdem ist eine Tournee mit dem Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Gustavo Dudamel geplant, die sie nach Lissabon, Paris, Frankfurt, Köln, Frankfurt, Barcelona und Madrid führen wird. Zudem wird Golda Schultz Konzerte mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Finnischen Radio Sinfonieorchester sowie Liederabende im Pierre Boulez Saal in Berlin und am Stadttheater Klagenfurt geben. Im Sommer 2018 tritt Golda Schultz bei den BBC Proms, dem Aspen Music Festival und dem Copenhagen Opera Festival auf.

In den vergangenen Saisonen absolvierte Golda Schultz — der das britische Opera Magazine eine „strahlende Zukunft“ voraussagt — ihr Haus- und Rollendebüt an der Mailänder Scala als Susanna (Le nozze di Figaro) unter Franz Welser-Möst, kehrte für ihre erste Vitellia (La clemenza di Tito) unter dem Dirigat von Teodor Currentzis in einer Neuproduktion von Peter Sellars zu den Salzburger Festspielen zurück, debütierte am Neuen Nationaltheater Tokio in Der Rosenkavalier (Sophie), sang die Rolle der Witwe in Mendelssohn’s Elias und sang weiterhin als Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper u.a. Rollen wie Pamina (Die Zauberflöte), Micaëla (Carmen), Musetta (La bohème), Freia (Das Rheingold), Fiordiligi (Così fan tutte) und Klingsors Zaubermädchen (Parsifal).

Darüber hinaus absolvierte sie aufregende Konzert- und Liederabenddebüts, darunter ihr Debüt mit dem National Symphony Orchestra in Washington D.C. mit Mahlers Symphonie Nr. 2 unter Christoph Eschenbach, dem Cleveland Orchestra in Cleveland und in der Carnegie Hall mit Haydns Die Jahreszeiten, dem Gewandhausorchester Leipzig in Tippetts A Child of Our Time unter Stefan Asbury, mit dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester mit einem Programm von Mozart-Konzertarien unter John Storgårds und an der Wigmore Hall zusammen mit Pianist Jonathan Ware.

Golda Schultz debütierte zudem jüngst beim Isländischen Sinfonieorchester mit Strauss’ Brentano Liedern unter Andrew Litton, beim Rheingau Musik Festival in Mendelssohns A Midsummer Night’s Dream sowie bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen auf einer Japan-Tournee mit Beethovens Fidelio — beides dirigiert von Paavo Järvi — und beim Musikfestival Heidelberger Frühling unter Mirga Gražinytė-Tyla mit Beethovens Ah! Perfido.

Golda Schultz wurde in Kapstadt geboren und wuchs in Bloemfontein, Südafrika.